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Hallo Leute,

folgende Gegenheiten:

        2A+B^2 <> (AB)^2  K=10^3[h]

Wenn ich die Konzentration von nur dem Reaktand A erhöhe, verschiebt sich laut dem Prinzip von Chatelier das Gleichgewicht nach rechts. Das verstehe ich allerdings nicht, weil man um das Produkt AB herzustellen, logischerweise die Konzentration von B ebenfalls erhöht werden muss. Ansonsten verbleibt das hinzugebene A doch auf der linken Seite, weil es nicht verbraucht werden kann. Kann mir jemand bitte meinen Denkfehler aufzeigen?

Eine weitere Frage, dich ich habe ist, was mit der Reaktionsgeschwindigkeit passiert, wenn ich die Konzentration der Reaktanden erhöhe.

Vielen Dank schon mal für Antworten!

LG

Kenning

von

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Salut,


2A+B2 <> (AB)2    

Was soll denn das sein ?? 

Dennoch habe ich eine Ahnung, was du meinst:

Wenn ich die Konzentration von nur dem Reaktand A erhöhe, verschiebt sich laut dem Prinzip von Chatelier das Gleichgewicht nach rechts

Das ist richtig.

Das verstehe ich allerdings nicht, weil man um das Produkt AB herzustellen, logischerweise die Konzentration von B ebenfalls erhöht werden muss.

Okay, dir ist sicher bekannt, dass das Verhältnis der Konzentrationen sämtlicher Reaktionsteilnehmer im Gleichgewicht durch das Massenwirkungsgesetz beschrieben wird.

Nehmen wir mal folgende Reaktion, die ich aus deiner obigen zusammensetze:

A2 + B2   ⇌   2 AB

Du erhältst das Massenwirkungsgesetz:

c (AB)2  /  ( c(A2) * c (B2) )  =  K

K ist die Gleichgewichtskonstante, die bei unveränderter Temperatur für eine gegebene Reaktion eben konstant ist.

Ändert sich nun aber die Konzentration irgendeines Reaktanten, so wird der Gleichgewichtszustand gestört.

Das ist schlecht, denn die Gleichgewichtskonstante darf nicht verändert werden.

Dies bedeutet, dass die Reaktionsteilnehmer so lange miteinander reagieren, bis die Konzentrationsverhältnisse erneut dem ursprünglichen Wert von K entsprechen.

Schau dir jetzt nochmal das obige Massenwirkungsgesetz an: Erhöhst du (wie in deiner Frage) die Konzentration von A2 oder B2, so ist sofort die Gleichgewichtsbedingung nicht mehr erfüllt. Der Nenner wird zwar dadurch größer, aber der Quotient des Massenwirkungsgesetzes wäre nun kleiner als K. Daraus folgt, dass die Edukte jetzt vermehrt zum Produkt AB hin reagieren müssen, wodurch das Gleichgewicht nach rechts verschoben wird.

Kommt es also zu einer Konzentrationsänderung eines am Gleichgewicht beteiligten Stoffes, so resultieren daraus gleichfalls Konzentrationsänderungen aller anderen Partner.



Viele Grüße :)

von 8,8 k

Super erklärt, danke!

Du lernst auch für den Medat oder? :)

Ich wollte gerade dieselbe Frage stellen. Nur aus Interesse: Wo wirst du den Test schreiben?

Ja, bin gerade dabei die Altfragen durchzukauen :D Ich schreibe ihn in Graz, du? :)

Ich werde den MedAT auch in Graz schreiben. Ich wünsche dir viel Erfolg. :)

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