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eine etwas mekrkwürdige Frage: Warum sagt man Fluorwasserstoff und nicht Wasserstofffluorid ?

In einer Altklausur wurde das rot als Fehler angestrichen. Bei der Aufgabe sollte man Salze benennen.



Gruß

Beagle777

von

3 Antworten

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Beste Antwort

Salut,


Warum sagt man Fluorwasserstoff und nicht Wasserstofffluorid ?

Fluoride sind, genau wie Chloride, Bromide usw. die Salze der Halogene. Aus diesem Grund ist Fluorwasserstoff die weitaus exaktere Bezeichnung, denn bei HF handelt sich eben nicht um ein Salz, sondern um eine durch hohe Elektronegativitäten bedingte, stark partiell geladene Dipolverbindung mit einer stark polaren Atombindung.


Schöne Grüße :)

von 23 k

DANKE;  dass es dieses Forum und dich gibt :)

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Das könnte man auch sagen, wird aber recht selten gemacht.

Die Halogen-Wasserstoffbindung ist stark polar. H-X-Moleküle sind permanente, elektrische Dipole in der Gasphase oder Lösungsmitteln, in denen sie kaum oder gar nicht dissoziieren z.B. in Pentan, Hexan.

Prof. Dehnicke sagte immer gerne, warum Hydrogenfluorid? Es ist doch kein Salz.

Eine Begründung warum häufiger die Bezeichnung Halogenwasserstoff statt Hydrogenhalogenid verwendet wird.


Gruß chemweazle

von 2,8 k

DANKESCHÖN !!!

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Chemisch korrekt wäre der Ausdruck Hydrogenfluorid. Man sagt ja auch Schwefelwasserstoff und nicht Wasserstoffschwefel, bzw. Diwasserstoffschwefel oder Zweiwasserstoffschwefel. Chemisch korrekt wäre hier der Ausdruck Dihydrogensulfid. Da ist auch der springende Punkt, vom lateinischem Name lässt sich der Name der Salze ablesen. Bei den Halogenwasserstoffen halt Fluorid, Chlorid, usw. Bei den Wasserstoffverbindungen der Elemente der 6. Hauptgruppe, die halt nur aus dem Chalkogen und Wasserstoff bestehen, man könnte auch sagen Chalkogenwasserstoffe, ist es dann Oxid, Sulfid, Selenid, Tellurid, theoretisch auch Polonid, oder wie auch immer. Bei der Stickstoffwasserstoffsäure hast du den Namen ihrer Salze auch schn, wenn du den lateinischen Namen der Stickstoffwasserstoffsäure gegeben hast, und zwar wäre chemisch korrekt Hydrogenazid. Es gibt ja auch mehrprotonige Säuren, unteranderem Schwefel-und Phosphorsäure, gesetzt den Falles, wir haben eine Lösung Phosphorsäure, nein wir haben drei Lösungen von Phosphorsäure, in der einen sind die Moleküle der Phophorsäure, die Protonen abgegeben haben, vollständig dissoziiert, dann haben wir in dieser Lösung Phosphat-Ionen, wir haben die zweite Lösung, in der die Phosphorsäuremoleküle, die Protonen abgegeben haben, alle nicht den dritten Dissoziiationsschritt eingegangen sind, dann haben wir in der Lösung Hydrogenphosphat-Ionen. Dann haben wir die dritte Lösung, in der die Phosphorsäuremoleküle, die Protonen abgegeben haben, alles nur den ersten Dissoziiationsschritt eingegangen sind, nicht jedoch den zweiten und dritten Dissoziiationsschritt, dann haben wir eine Lösung mit Dihydrogenphosphat-Ionen. Ach, ich liebe die Elemente. Mich interessiert besonders, wie im Universum die Elemente entstehen, also bei der Sonne kennen wir es ja, vereinfacht kommuniziert wird Wasserstoff zu Helium, durch Kernfusion, bei der Energie in Form von Licht und Wärme frei wird. Wie aber entstehen die Elemente die schwerer als Eisen sind, bzw. die eine höhere Ordnungszahl, als Eisen haben, bei der Energie von Nöten ist, damit neue Atomkerne entstehen können? Das ist interessant. Bis Eisen wird ja Energie frei, aber alles was höher ist, als Eisen, da wird Energie benötigt.

von

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