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Aufgabe: formulieren sie den Mechanismus der
Chlorierung des nachfolgend abgebildeten Alkens mit Sulfurylchlorid und katalytischen Mengen Dibenzoylperoxid in Tetrachlorkohlenstoff

wie lÀuft die reaktion genau hab wenn Sulfurychlorid als Chlorquelle benutz und man mit Dibenzoylperoxid startet

Screenshot 2021-05-11 235340.png

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Hi, hier chemweazle,


Radikale Chlorieung mit Sulfurychlrorid

Aufgabe: formulieren sie den Mechanismus der
Chlorierung des nachfolgend abgebildeten Alkens mit Sulfurylchlorid und katalytischen Mengen Dibenzoylperoxid in Tetrachlorkohlenstoff


Wie lÀuft die Reaktion genau ab, wenn Sulfurychlorid als Chlorquelle benutzt wird, und man mit Dibenzoylperoxid startet?

Es wird ein Allylradikal als KettentrÀger R gebildet.


Stichwort: Halogenierung in Allylposition, Radikalische Halogenierung von Allylverbindungen

Skizze
zu Produkt A


SR in Allylposition 5-Methylhex-1-en m. SO2Cl2.JPG


Skizze zum Allylradikal R, der KettentrÀger

Das Allylradikal.JPG

Skizze zur Reaktion des gebildeten Allylradikal R im 1ten Propagationsschritt
1. Propagationsschritt.JPG

Chlorierung durch radikalische Substitutution durch Einsatz von flĂŒssigem Sulfurylchlorid, das Chlorid der SchwefelsĂ€ure, anstelle von gasförmigen Chlor aus der Gasflasche.


Diese Reaktion benötigt einen Radikalstarter z. B. das Dibenzoylperoxid.

Die Initiierung, die Startreaktion bzw. -Reaktionen

Beim Start mit Dibenzoylchlorid entstehen 2 Produkte, es sind 2 Sorten Radikale, die durch die Homolyse der Peroxogruppe enstehen.  

Beide Sorten von Radikalen, das Benzoylradikal und das durch CO2-Defragmentierung entstehende Phenylradikal, es ist vermutlich ein Sigma-Radikal, mit ungepaartem Elektron im sp2-Orbital abstrahieren ein H-Atom. Es ist das Radikal R gebildet.


Skizze zum σ-Phenylradikal



sigma-Phenylradikal.JPG


Dabei enstehen einmal BenzoĂ«sĂ€ure und Benzen (Ph-H)  (C6H6)

Ph-(C=O)-O-O-(O=C)-Ph → 2 Ph-(C=O)-O ·

Decarboxylierung der Carboxylradikale(CO2-Defragmentierung)

2 Ph-(C=O)-O · → 2 Ph · + 2 CO2

Bildung des KettentrÀgers R, das Allylradikal

R—H + · Ph → R · + H—Ph,        (C6H6)

R—H + · O-(O=C)-Ph → R · + H-O-(O=C)-Ph


Propagation, Kettenwachstumsreaktion, Kettenfortpflanzungsreaktion

R · + Cl—(SO2)—Cl → R—Cl + · (SO2)—Cl

· (SO2)—Cl → SO2 + Cl ·, Zerfallsreaktion

Cl · + H—R → H-Cl + R ·

Die Propagation unterscheidet sich im Vergleich zur Radikalischen Substitution mit Chlorgas durch einen zusÀtzlichen Zerfallsreaktionsschritt.

Es ist der Zerfall der Chlorsulfuryl-Radikale in Chloratome und Schwefeldioxid.

Die KettentrÀger sind das Radikal R, und das Chloratom. Das Chlorsulfuryl-Radikal ist kein KettentrÀger. Es liefert aber durch die Zerfallsreaktion den KettentrÀger Chloratom.
___________________________________________________________________________

R · +Cl—(SO2)—Cl →R—Cl  +· (SO2)—Cl
· (SO2)—Cl →SO2 +Cl ·
Cl · +H—R →H-Cl  +R ·

Die Summe der Teilgleichungen der Propagtionsschritte inklusive der Zerfallsreaktion des Chlor-sulfuryl-Radikals ergibt die Brutto-Reaktionsgleichung.


Cl-(SO2)-Cl +H—R â†’R-Cl +H-Cl +SO2


von 4,8 k

Hi, hier chemweazle,

Kommentar und ErgÀnzungen


Namensreaktion: Wohl-Ziegler-Reaktion, Bromierung in Allylstellung, Radikalische Bromierung in Allyl- und Benzylstellung unter Verwendung von N-Brom-Succin-Imid(NBS), das herstellungsbedingt noch mit Brom verunreinigt ist.


Ist in wikipedia gut erklÀrt.


Bem.: Beim Einsatz von Chlor in hoher Konzentration wird die unerwĂŒnschte Halogenaddition an der C-C-Doppelbindung erfolgen.


Alternativ zum Sulfurylchlorid verwendete man frĂŒher auch das mit etwas Chlorgas verunreinigte N-Chlor-Succin-Imid(NCS).


Diese Verunreinigung ist wichtig, da die Substitutionsreaktion mit dieser geringen Chlormenge ĂŒberhaupt anlĂ€uft. Mit durch Umkristallisation gereinigtem NCS klappt die Reaktion nicht.
In der Lösung der Reaktionsmischung liegt dann zu Beginn nur eine geringe Konzentration an Chlor vor.


Durch Bestrahlen mit Blaulicht oder Zugabe der Radikalstarter Dibenzoylperoxid oder AIBN reagiert zunÀchst die geringe Chlormenge unter Radikalischer Substitution an der Allyl- oder Benzylposition.


Bei der Substitution wird HCl gebildet.

Dieses reagiert in situ mit dem Chlorsuccinimid unter Komproportionierung zu elementarem Chlor und dem BersteinsÀure-Imid.

Es ensteht nur soviel Chlor, wie HCl aus der Radikalischen Substitutionsreaktion erzeugt wird.

Wichtig ist noch das unpolare Lösungsmittel. Denn dieses stabilisiert nicht die Chloroniumionen, die im ersten Schritt bei der unerwĂŒnschten Halogenaddition gebildet werden.

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