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Wie kann ihc mir das Vorstellen, also die ganzen Methan, Ethan Propan... und entsprechend die Alkohole Methanol, Ethanol, Propanol... .


Warum ist die Siedetemoeratur von Ethanol z.B. höher als die von Ethan, hat das was mit der Bindungsart zutuen?


Warum heißen die dann spĂ€ter eig. z.B. n-Buten, n, Pentan...

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Salut Alonso,


Ethanol, ein Alkanol mit der Formel C2H5OH lÀsst sich ableiten von dem Alkan Ethan, C2H6, wobei hier ein H-Atom durch eine funktionelle Hydroxygruppe, also eine OH-Gruppe ersetzt wurde.

Zum besseren VerstÀndnis:

zeichnung.png                                                                                                                                                                                         (Quelle: Eigene Grafik)


(Aufgrund der hiesigen Zeichentools bitte vor die Partialladungen bei Ethanol jeweils ein ÎŽ (delta) hinzufĂŒgen und Klammern weglassen.)

Der Aufbau der homologen Reihen der Alkane und Alkanole ist dir bekannt ? Bei diesbezĂŒglichen Unklarheiten bitte eine neue Frage posten, um nicht den Rahmen einer einzigen Antwort zu sprengen.


Warum ist die Siedetemperatur von Ethanol z.B. höher als die von Ethan, hat das was mit der Bindungsart zu tun?

Ethan ist ein kurzkettiges, unpolares MolekĂŒl. Die Unterschiede in der ElektronegativitĂ€t EN von Kohlenstoff und Wasserstoff sind zu unwesentlich, um eine Ladungsverschiebung zu erzielen. (EN (C) = 2,5, EN (H) = 2,2, woraus sich eine EN-Differenz von lediglich 0,3 ergibt.) Die einzelnen MolekĂŒle werden also lediglich durch sehr schwache van-der-Waals-KrĂ€fte zusammengehalten. Dies allein erklĂ€rt bereits die niedrige Siedetemperatur von -89°C.

Ein Alkohol wie Ethanol hingegen besitzt eine stark polare Hydroxy-Gruppe (OH-Gruppe), welche es möglich macht, dass die AlkoholmolekĂŒle untereinander WasserstoffbrĂŒcken ausbilden können. Die ElektronegativitĂ€t EN von Sauerstoff betrĂ€gt 3,44. Das ergibt zum Kohlenstoff eine Differenz von bereits 0,94. Gleichzeitig zeigt sich aber nicht nur eine Ladungsverschiebung hinsichtlich des C-Atoms, sondern auch in Bezug auf das gebundene H-Atom. Es entsteht dadurch am Sauerstoff-Atom eine negative Partialladung, an dem mit ihm verbundenen Wasserstoff- bzw. Kohlenstoffatom eine positive Partialladung.

Je stĂ€rker also die PolaritĂ€t, umso mehr ziehen sich die positiven und negativen Enden der MolekĂŒle gegenseitig an und umso höher liegt der Siedepunkt. Bei Ethanol wĂ€ren das +78,3°C.

Warum heißen die dann spĂ€ter eig. z.B. n-Buten, n, Pentan...

Was meinst du mit spÀter

Buten ist ĂŒbrigens ein Alken. Alkene besitzen im Vergleich zu Alkanen eine oder mehrere Doppelbindungen zwischen zwei C-Atomen.

Ich denke aber eher, dass du wissen wolltest, was das "n" bedeutet:

"n" steht immer fĂŒr eine unverzweigte (normale) Kohlenwasserstoffkette, also beispielsweise wie bei n-Butan.



Viel Erfolg :)

von 23 k

Irgendeine Form von RĂŒckmeldung auf diese ausfĂŒhrliche Antwort fĂ€nde ich schon schön !

Ansonsten gilt: Nachfragen bitte nicht scheuen :)).

Super! Vielen Dank, hat extrem weitergeholfen. Da Chemie mein Angst-Fach im M-Bau Studium ist trau ich mich gar nicht ran...bzw. mit dem lernen zu beginnen :) Deshalb hab ich es mir erst so spÀt richtig durchgelesen!


Danke!

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