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Aufgabe:

Kennt jemand von euch Bindungen, die jeweils circa 5 polar und 5 unpolar sind?


Dipol

- polare Atombindung im MolekĂŒl
- rÀumliche Anordung der Teilladungen, sodass diese sich nicht gegenseitig aufheben
\( \begin{array}{l} \text { Bsp: } H - \overline{FI} \\ \text { EN: } \\ F: 4,0 \\ H: 2,1 \\ \triangle E N=1,9 \end{array} \)

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Polare Bindungen

Polare Atombindungen entstehen, wenn zwei Atome unterschiedlicher ElektronegativitĂ€t ein Elektronenpaar gemeinsam nutzen. Die ElektronegativitĂ€t (EN) ist ein Maß dafĂŒr, wie stark ein Atom Elektronen anzieht. Wenn zwei gebundene Atome unterschiedliche ElektronegativitĂ€ten haben, dann ist die Bindung polarisiert, d.h., die Elektronenwolke verlagert sich mehr zu dem Atom mit der höheren ElektronegativitĂ€t, was zu einer ungleichen Verteilung der Elektronendichte fĂŒhrt. Hierdurch entstehen partielle Ladungen (\(\delta^+\) und \(\delta^-\)) auf den Atomen.

Beispiele fĂŒr polare Atombindungen sind:

1. Wasser (\(H_2O\))
- ElektronegativitÀten: \(O: 3,44\), \(H: 2,20\)
- \(ΔEN = 3,44 - 2,20 = 1,24\)
- Die Bindungen zwischen Wasserstoff und Sauerstoff sind polar.

2. Ammoniak (\(NH_3\))
- ElektronegativitÀten: \(N: 3,04\), \(H: 2,20\)
- \(ΔEN = 3,04 - 2,20 = 0,84\)
- Die Bindungen zwischen Stickstoff und Wasserstoff sind polar.

3. Chlorwasserstoff (\(HCl\))
- ElektronegativitÀten: \(Cl: 3,16\), \(H: 2,20\)
- \(ΔEN = 3,16 - 2,20 = 0,96\)
- Die Bindung zwischen Wasserstoff und Chlor ist polar.

4. Kohlendioxid (\(CO_2\))
- Obwohl \(CO_2\) symmetrisch ist und sich die Polarisierungen der beiden \(C=O\) Doppelbindungen gegenseitig aufheben, was das MolekĂŒl zu einem insgesamt nicht-polaren MolekĂŒl macht, sind die individuellen \(C=O\) Bindungen an sich polar.
- ElektronegativitÀten: \(C: 2,55\), \(O: 3,44\)
- \(ΔEN = 3,44 - 2,55 = 0,89\)

5. Ethanol (\(C_2H_5OH\))
- Besitzt polare \(O-H\) Bindungen.
- ElektronegativitÀten: \(O: 3,44\), \(H: 2,20\)
- \(ΔEN = 3,44 - 2,20 = 1,24\)

Unpolare Bindungen

Unpolare Bindungen treten auf, wenn die an einer Bindung beteiligten Atome gleiche oder nahezu gleiche ElektronegativitĂ€ten haben, was zu einer gleichmĂ€ĂŸigen Verteilung der Elektronendichte fĂŒhrt.

Beispiele fĂŒr unpolare Atombindungen sind:

1. Stickstoff (\(N_2\))
- Beide Atome haben die gleiche ElektronegativitĂ€t, \(EN = 3,04\), somit \(ΔEN = 0\).

2. Sauerstoff (\(O_2\))
- Beide Atome haben die gleiche ElektronegativitĂ€t, \(EN = 3,44\), somit \(ΔEN = 0\).

3. Methan (\(CH_4\))
- Obwohl Kohlenstoff und Wasserstoff verschiedene ElektronegativitĂ€ten haben (\(C: 2,55\), \(H: 2,20\)), ist das gesamte MolekĂŒl symmetrisch, und die kleinen Unterschiede in ElektronegativitĂ€t fĂŒhren zu einer vergleichsweise geringen Polarisierung.
- \(ΔEN = 2,55 - 2,20 = 0,35\), was oft als gering genug angesehen wird, um die Bindungen als praktisch unpolare Bindungen zu betrachten.

4. Ethan (\(C_2H_6\))
- Ähnlich wie Methan, besteht Ethan aus C-H Bindungen mit geringen ElektronegativitĂ€tsunterschieden, die es als nahezu unpolares MolekĂŒl auszeichnen.

5. Hexan (\(C_6H_{14}\))
- Ein lĂ€ngerkettiger Kohlenwasserstoff mit ausschließlich C-H und C-C Bindungen, die als unpolare Bindungen betrachtet werden.

Die PolaritĂ€t einer Bindung ist also wesentlich durch die ElektronegativitĂ€tsunterschiede der beteiligten Atome bestimmt, wĂ€hrend die PolaritĂ€t eines MolekĂŒls zusĂ€tzlich von seiner rĂ€umlichen Struktur abhĂ€ngt.
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